Nordfriesische Strände und ihre Besonderheiten

Sylt

Der knapp 40 Kilometer lange Strand an der Sylter Westküste ist für Treibgut-Sammler nur außerhalb der Saison interessant. Westerland, Wenningstedt, Hörnum, List – hier treiben die mächtigen Nordseewellen hier die verrücktesten Fundstücke an Land. Armdicke Schiffstaue, Bretter, sogar ganze Schiffsmaste werden hier angespült.

Doch wenn sich ab Ostern wieder die Urlauber auf der Insel tummeln, dann spült die Nordsee mit der Flut zwar noch immer sämtliches Treibgut an den Strand, doch wird man dieses kaum zu Gesicht bekommen. Auf Sylt wird der gesamte Strand täglich penibel sauber gehalten. Was für den ordnungsliebenden Strandurlauber ein Muss ist, bedeutet für uns eine regelrechte Treibgut-Durststrecke. Wir nutzen diese Zwangs-Sammelpause auf Sylt, um selbst die Seele baumeln zu lassen, baden zu gehen, um ein Fischbrötchen bei Gosch zu essen und Schweinswale zu beobachten, die hier in Strandnähe ihre Runden ziehen.

Amrum

Nach einer fast zwei-stündigen Anreise mit der W.D.R. Fähre sind es nur knapp 2,5 Kilometer vom Anleger in Wittdün an den Strand auf der anderen Seite der Insel. Zwischen Dünen und Nordsee liegt der Kniepsand – eine riesige Sandfläche, die geologisch überhaupt nicht zur Insel gehört und bis Mitte der !960er Jahre durch einen Priel von Amrum getrennt war. Hier finden wir das ganze Jahr über interessantes Treibgut vom kleinen Hölzchen über Schiffstaue bis hin zu großen uralten Holzbalken.

St. Peter-Ording

Nach einer einstündigen Zugfahrt über Eiderstedt, betritt man nach einem kurzen Fußweg durch den Ort die berühmte Strandbrücke. Mit Blick auf die typischen Pfahlbauten geht es in Richtung Strand. An der Flutkante blitzen dem aufmerksamen Besucher zwischen den kleinen Hölzchen immer wieder kleine Bernsteine entgegen. Je weiter man sich von der Seebrücke entfernt, desto unberührter zeigt sich der Strand und desto mehr interessante Fundstücke zeigen sich Souvenirsuchenden